DR. ANGELA STELZER

        FACHÄRZTIN FÜR FRAUENHEILKUNDE UND GEBURTSHILFE


    ALLGEMEINE

    HINWEISE


       

    LEISTUNGEN



    WISSENSWERTES




    KONTAKT

       


    LAGEPLAN



    IMPRESSUM     


    HOME

       


    UNSER TEAM

    

   

    DIE ORDINATION



   HEBAMME

REISEN IN DER SCHWANGERSCHAFT

Bei einer unauffälligen Schwangerschaft spricht nichts gegen gegen eine Reise. Risiken für Schwangere sind abhängig von Reiseziel, Reisedauer, Reisestil, Belastungen durch Zeitverschiebung, Klimaveränderung und die im Reiseland zu erwartende medizinische Versorgung. Vor Reiseantritt sollten Sie aber noch eine Untersuchung vornehmen zu lassen, um sich entsprechend beraten zu lassen und um ganz sicher zu gehen, dass keine Komplikationen zu erwarten sind.

WANN IST DIE BESTE REISEZEIT ?

Der beste Zeitpunkt für eine (Fern)reisen ist zwischen der 13. bis 24. Schwangerschaftswoche. In den ersten 12 Wochen ist das Risiko einer spontanen Fehlgeburt am größten, ab der 24. Woche treten vorzeitige Wehen vermehrt auf, die eine stationäre medizinische Behandlung erforderlich machen können.

FLUGERLAUBNIS

Die Auskünfte der Fluglinien zum Transport von Schwangeren sind unterschiedlich und hängen auch von der Flugdauer ab. Laut Bestimmungen der IATA wird ab der 28. Schwangerschaftswoche ein fachärztliches Attest verlangt, Schwangere ab der 36. Woche werden nicht mehr transportiert.

FLUGVERBOT

Gegen eine Flugreise sprechen Mehrlingsschwangerschaften, Probleme während vorhergehender Schwangerschaften, Plazenta praevia (vorliegende Nachgeburt), Gestose (Schwangerschaftsvergiftung), Zustand nach Blutungen, vorzeitige Wehen, schwere Anämie (Blutarmut) und bereits vorbestehende Erkrankungen wie ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

THROMBOSEPROPHYLAXE

Aufgrund erhöhter Gerinnungsneigung in der Schwangerschaft verstärkt durch Blutstau bei langem Sitzen mit angewinkelten Beinen besteht erhöhte Thrombosegefahr. Pro Stunde Autoreise oder Flug sollen Schwangere 15 Minuten herumspazieren, Stützstrümpfe tragen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. (Kein Kaffee!)
Niedermolekulare Heparine können großzügig eingesetzt werden.

IMPFUNGEN IN DER SCHWANGERSCHAFT

Reiseimpfungen in der Schwangerschaft sollten stets sehr sorgsam abgewogen werden. Sofern während der Schwangerschaft eine Impfung durchgeführt werden muss, soll diese nach Möglichkeit erst im zweiten oder dritten Trimester erfolgen. Impfungen mit Totimpfstoffen wie Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis B, Typhus, Hepatitis A oder FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) sind möglich.

Eine Gelbfieber - Impfung sollte erst wenn wirklich nötig nach der 12. Schwangerschaftswoche verabreicht werden.

Impfungen mit Lebendimpfstoffen wie Röteln, Varizellen, Mumps, Masern und Tuberkulose dürfen während der Schwangerschaft nicht angewandt werden.

MALARIA

Während der Schwangerschaft zeigt eine Erstinfektion mit Malaria meistens einen schwereren Verlauf als normal und verursacht eine erhebliche Gefährdung von Mutter und Fetus. Deshalb wird in dieser Zeit von Reisen in Malariagebiete grundsätzlich abgeraten. Sollte eine Reise unbedingt nötig sein, ist eine entsprechende Medikamentenprophylaxe durchzuführen. Keinesfalls sollten sich Schwangere auf eine Behandlung erst bei Malariaerkrankung verlassen. Welche Medikamente für welche Länder Schwangeren empfohlen werden können, erfragen Sie am besten im Tropeninstitut Wien.

  1. Schwangere sollten intensive Sonnenbäder vermeiden, da die Wärme die Blutgefäße erweitert und eine erhebliche zusätzliche Kreislaufbelastung darstellt. Die Sonneneinstrahlung kann auch die ungeliebten Schwangerschaftsflecken verstärken.

  2. Gehen Sie nie allein auf Touren, auch wenn Sie sich voll leistungsfähig fühlen. Führen Sie auch möglichst ein Handy für Notfälle mit.

  3. Zu starke körperliche Belastung bei intensivem Sport oder bei Tauchgängen kann zu einem erhöhten Sauerstoffverbrauch führen, was zu Lasten der Blutversorgung der Gebärmutter geht.

  4. Vermeiden Sie Sportarten mit erhöhtem Unfallrisiko, denn als Schwangere sind Sie einerseits in der Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit eingeschränkt, zum anderen haben Unfälle dramatischere Folgen.

  5. Höhenausflüge (2.000 Meter und mehr) sollten Sie unbedingt vermeiden, da in dieser Höhe bereits ein spürbarer Sauerstoffmangel herrscht.

Durchfall und Erbrechen

Durch das veränderte Immunsystem während der Schwangerschaft sind Frauen anfälliger für Infektionskrankheiten. So kann bei starkem Durchfall neben der Flüssigkeitsersatztherapie auch eine Antibiotikatherapie nötig werden. Für Schwangere geeignete Mittel sollten in der Reiseapotheke nicht fehlen. Extreme Entwässerung bei lang dauernden Durchfallerkrankungen kann das Fehlgeburtsrisiko erhöhen. Eine sorgfältige Nahrungsmittelhygiene – „cook it, boil it, peel it or forget it“ - zur Vermeidung von Durchfall ist für Schwangere daher besonders wichtig.


Verstopfung


Sodbrennen

 

Magnesium als Prophylaxe gegen Krämpfe ,

Magensäurebinder für den Fall von Sodbrennen,

Fiebersenkende und Schmerzlindernde Medikamente, z.B. Paracetamol,  Eisenpräparate bei Einsenmangel und Folsäure nicht fehlen.

Elektrolyt-Pulver braucht  man bei starker Flüssigkeitsverlust bei Durchfall und Erbrechen.

Weiters ein mit dem Artz besprochenes Pilzmittel.

Desinfektionsmittel sowie Verbandsmatterial darf in keiner Reiseapotheke fehlen!

Achten Sie darauf ein gutes Sonnenschutzmittel mitnehmen da nicht nur der Sonnenbrand sondern auch hormonbedingte Schwangerschaftsflecken auftreten können.